der Lauf der Dinge (Gedicht)

der lauf der dinge

ohne Titel

schweigend
den Lauf der Dinge betrachten
der Mond schrumpft
zu einer Sichel und
wird wieder rund

Aus dem Taomond. Diese Sammlung erschien zuerst im November 1995 als eBook im Windows Hilfe Format. Geschrieben wurden die Gedichte in Ahrensburg im Jahr 1991 in vergleichsweise kurzer Zeit. Sie sind eine Erinnerung an das Jahr 1989, das glücklichste meines Lebens. Der Titel gehörte im Original nicht dazu. Die Visualisierung stammt von DALL-E.

Gedichtanalyse

Das vorgestellte Gedicht, das sich mit der stillen Beobachtung des Mondes und seiner Phasen befasst, zeigt Elemente verschiedener literarischer Traditionen:

  1. Haiku und traditionelle japanische Poesie: Die kurze Form, die Konzentration auf ein Naturphänomen (hier den Mond), und die ruhige, beobachtende Perspektive erinnern stark an das Haiku, eine traditionelle japanische Gedichtform. Haikus zeichnen sich durch ihre Kürze und die Fähigkeit aus, einen tiefen, oft meditativen Einblick in einen flüchtigen Moment der Natur zu gewähren.
  2. Romantik: Ähnlich wie in der Romantik, wird hier die Natur nicht nur als Szenerie, sondern als ein reflektierendes Element benutzt, das möglicherweise tiefere emotionale oder philosophische Ideen widerspiegelt. Die Romantik betonte die emotionale und transzendentale Erfahrung der Natur.
  3. Symbolismus: Der Mond als sich wandelndes Element könnte symbolisch interpretiert werden. Er steht möglicherweise für Veränderung, Vergänglichkeit, oder den ewigen Zyklus von Wachstum und Zerfall. Symbolisten nutzten solche Bilder, um komplexere Ideen oder Gefühle auszudrücken.
  4. Moderne Poesie: Die freie Form und der Verzicht auf Reime könnten es auch in die Tradition der modernen Poesie stellen, die sich durch Experimentierfreudigkeit in Form und Inhalt auszeichnet.
  5. Naturlyrik: Das Gedicht folgt auch der Tradition der Naturlyrik, indem es die Natur beobachtet und darüber reflektiert, und vermittelt dadurch möglicherweise eine tiefere Auseinandersetzung mit Themen wie Zeit, Wandel und der menschlichen Erfahrung in der Welt.

Insgesamt könnte das Gedicht in einer Mischung aus traditioneller japanischer Poesie (insbesondere Haiku), Romantik, Symbolismus, moderner Poesie und Naturlyrik stehen. Es kombiniert eine minimalistische Form mit tiefgründiger Beobachtung und symbolischer Bedeutung.

dall·e 2023 12 08 13.30.43 illustrate fantastically the course of events featuring a crescent moon in the image. the scene portrays a surreal and dreamlike interpretation of th