Sternenfeld 2/20 (Gedicht)

Sternenfeld 2/20 (Gedicht)

Sternenfeld 2/20

Mitternacht / Sterne fallen in dein Haar

Dies ist eines von 20 einzeiligen minimalistischen Gedichten mit jeweils 10 Silben unter dem Titel “Sternenfeld”. Zum Einsatz gekommen ist die Virgel.

Aus: die Worte der Liebe der Nacht des Mondes und der Sterne. Die Visualisierung übernahm DALL-E.

Virgel, was war das noch gleich?

Virgeln sind historisch gesehen Schrägstriche, die ursprünglich zur Gliederung von Sätzen in Texten benutzt wurden, ähnlich der heutigen Funktion von Kommata. Diese Verwendung war besonders in mittelalterlichen Manuskripten verbreitet. Mit der Zeit hat sich der Gebrauch der Virgel verändert, und sie wurde durch das moderne Komma ersetzt.

In der zeitgenössischen Anwendung findet die Virgel vor allem bei der Zitierung von Gedichten in Fließtexten Anwendung. Sie dient dazu, die Enden der einzelnen Verszeilen zu kennzeichnen, wodurch die ursprüngliche Struktur und Formatierung des Gedichts erkennbar bleibt, selbst wenn es in einen fortlaufenden Text eingebettet ist.

Ich verwende sie im ursprünglichen Sinn, wenn mir derselbe danach steht.

nach innen (Gedicht)

nach innen

er zieht so seine Kreise
der Mond in meinem Kopf
und die Nacht schweigt

Aus: der Mond der Regen die Nacht und das Blau. Surreal visualisiert von DALL-E.

Ein Moment innerer Einkehr, in dem eine Verbindung zwischen dem Mond und der Gedankenwelt hergestellt wird. Die Stille der Nacht bietet einen ruhigen Hintergrund für diese Reflexion, frei von der Ablenkung des Tageslichts und der Geschäftigkeit des Alltags.

nachtberührt (Gedicht)

nachtberührt

kleide mich in Sternenlicht
stecke mir Wunderschuhe an
lege mir Träume ins Haar
wen der Himmel küsst
der wird es nie vergessen

Aus: die Worte der Liebe der Nacht des Mondes und der Sterne. Die Visualisierungen schuf DALL-E.

Das Gedicht in Prosa

In der Stille der Dunkelheit, während der Rest der Welt in tiefem Schlaf versinkt, fühle ich mich von der Nacht berührt. Mit vorsichtigen Händen kleidet sie mich in Sternenlicht, hüllt mich in einen Mantel aus schimmerndem Glanz. An meine Füße setzt sie Wunderschuhe, die leise über Wolken und Träume gleiten. Mein Haar wird mit Träumen geschmückt, jeder von ihnen flüstert Geschichten von fernen Welten und verzauberten Momenten. Und als der Himmel sich schließlich zu mir neigt und einen sanften Kuss auf meine Stirn legt, weiß ich, dass dieses Gefühl ewig in mir nachhallen wird. Denn wer einmal vom Himmel geküsst wird, der wird diesen Moment niemals vergessen.

Haiku

Haiku KI Visualisierung

reichlich seitlich
scheint mir der Mond heut
trinkt er vielleicht auch?

Aus: der Mond der Regen die Nacht und das Blau. Die Visualisierung ist von der KI DALL-E. Das Bild hat einen leichten japanischen Touch. Sie schreibt dazu: “Das Bild fängt die ruhige Nachtszene mit dem Mond, einer launischen Figur und dem Wesen der friedvollen Reflexion ein, wie in deinem Gedicht beschrieben.” Nun ja launisch … betrunken ist gemeint, was man links auch erkennen kann, oder?

Übernächtig | 2 (Gedicht)

Übernächtig | 2 (Gedicht) Visualisiert

übernächtig | 2

kein Morgen / kein Mond / will Flügel haben

Aus: der Mond der Regen die Nacht und das Blau. Die Visualizierung schuf DALL-E nach dem Gedichttext.

Gedanken zum Gedicht

Das Gedicht spielt mit der Idee der Übernächtigung, einem Zustand der Erschöpfung durch Schlafmangel. Dieser Zustand schafft eine Atmosphäre der Verwirrung und Desorientierung, die in den Zeilen des Gedichts gespiegelt wird.

  • “kein Morgen / kein Mond”: Diese Zeile vermittelt ein Gefühl der Zeitlosigkeit und Orientierungslosigkeit. Der Morgen symbolisiert oft einen neuen Anfang oder Hoffnung, während der Mond Ruhe und Beständigkeit darstellen kann. Ihr Fehlen deutet auf eine Leere oder einen Verlust hin.
  • “will Flügel haben”: Diese Aussage steht im Kontrast zur vorherigen Zeile. Während “kein Morgen, kein Mond” ein Gefühl der Schwere oder der Bodenlosigkeit vermittelt, drückt der Wunsch nach Flügeln das Verlangen nach Freiheit und Flucht aus. Es ist unklar, wer genau sich nach Flügeln sehnt – es könnte der Sprecher sein, der aus seinem Zustand der Übernächtigung entfliehen möchte, oder es könnte metaphorisch für die abstrakten Konzepte von Morgen und Mond stehen, die sich nach einer Befreiung aus ihrer Abwesenheit sehnen.

Insgesamt schafft das Gedicht durch die Platzierung der Wörter und deren Beziehungen zueinander eine Stimmung der Sehnsucht und des Verlustes, die durch den Zustand der Übernächtigung verstärkt wird. Es lässt reichlich Raum für Interpretation, wer oder was genau sich nach den Flügeln sehnt, was die Mehrdeutigkeit und Tiefe des Gedichts unterstreicht.