
Die Prinzessin
Gestern
griff ich zum Silberreif,
wühlt‘ ich in Taffet
und Geschmeide.
Prinzessin.
Lutscht ich am Bund
und an Seide.
Konnt‘ ich Dich halten,
Prinzessin,
langt‘ ich ins Fleisch,
wir, wir beide.
Wühlt ich in Wäsche
ganz weiß.
Hol’s der König
und das Königreich.
wir, wir beide.
Aus: Lustmond. Diese Sammlung erschien im April 1996 als eBook im Windows Hilfeformat. Ein Werk aus meiner frühen bis mittleren Schaffensperiode sozusagen. Hier ist noch eines davon: Der Vogel.
Das Gedicht hat erotische oder frivole Anklänge, ach was, es handelt davon. Man muss das nicht groß erklären, oder? Wie wäre es, wenn wir daraus ein 7-Gänge-Menü machen. Nicht direkt Sex in der Küche, aber auch nicht ohne. Essen und Erotik passten doch schon immer zusammen. Das Gedicht ebenso. Lass dich überraschen!



