
Gedichte plätschern nicht einfach so dahin. Sie haben Rhythmen, Reime und Spannungsbögen, man kann Farben, Klänge und Muster in ihnen finden. Und temporale Komponenten. Schließlich passiert nicht alles gleichzeitig.
In dem Moment, wenn die Wörter ihre eigene Zeit erschaffen, öffnet sich eine neue Art zu fühlen. Es ist, als würdest du durch einen Raum gehen, in dem jede Ecke ihr eigenes Zeitgefühl hat. Diese Zeiterfahrung ist sanft und vielschichtig: Hier ist der Atem der Silben.
Welche zeitlichen Unterschiede lassen sich in der Poesie finden? Spüren wir dem nach …



