9 unheimliche Halloween Gedichte

9 unheimliche Halloween Gedichte

Hexen, Kürbisse, Schatten – das ist Halloween. Es wird geisterhaft, unheimlich, verstörend gar. Eine geheimnisvolle Atmosphäre breitet sich aus. 🌑✨👻🌫️

Nichts besonders Tiefsinniges ist mir zu Halloween eingefallen, deshalb habe ich etwas anderes versucht: Einige meiner hier bereits veröffentlichten Gedichte habe ich halloweenisiert. Ein paar Wörter, ein wenig Verkleidung – und schon entsteht etwas Neues.

Auch dunkle Gedichte gibt es hier auch, aber sie sind oft schwer und wenig spaßig. Diese jedoch passen perfekt zur großen Monstersause, sie sind schaurig, aber subtil. Keine Reime, nicht für Kinder, sondern eher ein stiller, flackernder Horror, der im Schatten bleibt. 🎃

Kürbislichter —
und die Gespenster heute Nacht
sind nicht allein

Weiterlesen …

Sterne im Meer der Nacht (Gedicht)

Sterne im Meer der Nacht (Gedicht ohne Titel)

ohne Titel

die Sterne
der Ozean ist oben
darunter wir

Das Gedicht entstand 2024, illustriert wurde es von DALL-E via Bing und Microsoft Designer.

Wie das Meer sich bis zum Horizont erstreckt, so dehnt sich das kosmische Gewölbe in unermessliche Fernen aus. Die Sterne, silbernen Lichtpunkten gleich, spiegeln sich in den sanften Wellen des nächtlichen Meeres wider.

Weiterlesen …

stiller und dunkel (Gedicht über die Nacht)

stiller und dunkel

verzeih mir
sagt die Nacht aber
ich werde dunkel sein
du wirst mich nicht sehen können
aber das ist es ja
antworte ich
das ist der Unterschied
das ist warum man
dich so liebt
aber ich werde auch still sein
mahnt die Nacht
still bist du mir am liebsten
sage ich und begebe
mich hinein

Aus dem Gedichtband: die Worte der Liebe der Nacht des Mondes und der Sterne. Die bedrohlichdunklen Visualisierungen ließ sich DALL-E einfallen.

Synästhetische Analyse des Gedichts

Hier ist eine etwas andere Art der Interpretation. So hast du ein Gedicht vielleicht noch nicht erlebt. Geschmack & Geruch der Wörter und Worte.

Die Nacht selbst schmeckt wie ein komplexer Rotwein, ihr Aroma eine Mischung aus süßlichem Jasmin und erdiger Mossnote. Ihre Textur umhüllt uns wie eine samtweiche Daunendecke, kühl an der Oberfläche, doch mit einer verborgenen Wärme im Inneren. Das Dunkel ist intensiv und rauchig wie frisch gerösteter Kaffee, mit der glatten Tiefe polierten Ebenholzes. Die Unmöglichkeit zu sehen bringt einen Hauch von Salz auf die Zunge, begleitet vom neutralen Duft gereinigter Luft nach einem Regenschauer. Dieser Kontrast, der die Nacht so liebenswert macht, prickelt überraschend wie Zitronengras, seine Textur so facettenreich wie ein geschliffener Edelstein.

Weiterlesen …

5 kurze Mondgedichte

5 kurze Mondgedichte

als wir allein sind
schweigen wir
der Mond und ich

Minimal mag ich am liebsten, also manchmal – mal mehr, mal weniger. Dann denke ich, in ein paar Zeilen oder mit wenigen Wörtern kann alles gesagt werden. Man muss sich nicht bemühen, die richtige Worte zu finden; man muss sie los werden, das ist genauso schwer – mindestens. Und auch wieder nicht. Es gibt Dinge, da reicht ein ganzer Roman nicht aus.

Mondschein
man sieht alles
und ist doch unendlich allein

Weiterlesen …