Gedicht ohne Titel

Fantasievolles Gedicht ohne Titel

ohne Titel

Wenn nun der Mond herunterfiele,
der Himmel Falten schlüge,
Doro ihr Herz zu den Sternen trüge:
Mich kümmert es nicht.
Und in der Stille …
singt jemand für Dich.

Das Liebesgedicht ist schon etwas älter, zu erkennen an den Satzzeichen, es entstand am 28.01.1997 in Ahrensburg. Erwähnte Doro gab es wirklich. Die fantastischen Visualisierungen schuf die KI DALL-E via Bing nach den Worten.

Fantasievolles Gedicht ohne Titel

sieh hoch und denk daran (Gedicht)

sieh hoch und denk daran

die Sterne
fragt auch keiner
ob sie funkeln wollen —
aber sie tun’s

Die Visualisierungen kreierte die KI DALL-E. Das Gedicht entstand am 31.12.2023. Ich setze einen so genannten Geviertstrich ein. Was das ist? Lies weiter …

Der Geviertstrich

Dieses Zeichen, bekannt auch als der »em dash«, ist in der Welt der Typografie ein echtes Multitalent. Es ist ungefähr so lang wie der Buchstabe »M« im jeweiligen Schriftsatz und wird in Gedichten oft als stilistisches Werkzeug eingesetzt.

In der Dichtkunst spielt der Geviertstrich eine besondere Rolle. Er kann wie ein plötzlicher Atemzug inmitten eines Verses wirken, der den Lesefluss kurz unterbricht und so eine dramatische Pause schafft. Diese Unterbrechungen sind perfekt, um einen Gedankenwechsel oder eine überraschende Wendung hervorzuheben. Manchmal dient der Strich auch dazu, einen Nachdruck zu setzen, der stärker wirkt als ein einfaches Komma oder eine Klammer. Er kann wie ein Scheinwerfer sein, der ein Wort oder eine Phrase ins Rampenlicht stellt und ihre Bedeutung verstärkt.

Auch für den Rhythmus eines Gedichts ist der Geviertstrich ein wertvolles Instrument. Er kann den Takt verändern, Spannung aufbauen oder eine Erwartungshaltung erzeugen. In den Händen eines geschickten Dichters wird der Geviertstrich zu einer Art Zauberstab, der die Atmosphäre eines Gedichts subtil, aber kraftvoll beeinflusst.

Kurzum, der Geviertstrich ist ein kleines, aber mächtiges Element in der Poesie. Er bietet dem Dichter die Freiheit, über die Grenzen herkömmlicher Interpunktion hinauszugehen und seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Sieh dir auch diese Übersicht an: Zwischen den Wörtern: Typographie in der Welt der Poesie

in einer Nacht / II (Gedicht)

in einer Nacht / II

weit weg
die Sterne
weiter vielleicht noch
als sie

Aus: der Mond der Regen die Nacht und das Blau. Die vielfältigen Visualisierungen entwarf DALL-E via Bing.

Die ungewöhnliche Darstellung passt zum Text, denn der liest sich erst einmal banal. Das ist er aber nicht. Sie ist eine geliebte Person, die unerreichbar geworden ist. Wie weit, das zeigt er Vergleich durch eine Verschränkung. Es gibt ein Gleiches, also ein weiteres Gedicht mit demselben Titel.

Zehn einzeilige Nachtgedichte

Diese Kurzgedichte folgen allesamt einer Regel. Sie bestehen aus einem linken und einem rechten Teil, die sich in einer Zeile gegenüber stehen. Ein Gedicht muss zehn Silben haben.

Wozu ist das gut? Es gibt den Wörter und Gedanken eine Form, in die sie sich zu fügen haben. Das hilft bei der Konzentration. Die Kürze zwingt ohnehin zur Verdichtung. Ging sicherlich ebensogut mit einer anderen Silbenzahl oder Anordnung, aber für mich passt es so. Ich habe davon schon mehrfach Gebrauch gemacht. So zum Beispiel hier: einzeiliges Mondgedicht 11/20 und hier: Sternenfeld 2/20

Geschrieben am 6. und 07. 01. 2024. Die Collagen erschuf DALL-E nach den Texten.

Zehn einzeilige Nachtgedichte

die Nacht in uns / von keinem Mond erhellt

kein Traum in dieser Nacht / aber Sterne

in einer bunten Nacht / schwarze Seelen

Dämmerung / und die Nacht träumt sich davon

die Nacht umarmen / Träume fallen raus

hoch ist die Nacht / höher meine Träume

nichts und für niemand / die mondstille Nacht

still ist im Mondschein / und dunkler die Nacht

die Nacht über mir / drunter nur Kummer

kein Mond in meiner Nacht / und anderswo