Letzter Federstrich am von Lenny Löwenstern * Zufallsgedicht
Nachtwunsch
wenn ich zum Himmel schaue in die Nacht in der tausend Sterne ziehn wünsch ich mir dass er zurückschaut dann wird mit klar das er das längst tut er ist auch in mir
Hier ist ein Versuch, den Text ins Spanische zu übertragen:
ella
en el cielo nocturno pienso envuelvo en él mis sueños la luna está silenciosa y redonda
Klangmuster-Visualisierung des Gedichts
Die Klangmuster-Visualisierung des Gedichts verwandelt die sprachlichen Elemente in eine abstrakte, visuelle Komposition. Der rote Kreis am Anfang repräsentiert das alleinstehende „sie“, das den Ausgangspunkt des lyrischen Ichs bildet. Von dort aus entfaltet sich das Gedicht in fließenden Linien und Formen. Die türkisfarbene Wellenlinie steht für die melodische Qualität der Zeile „an den Nachthimmel denk ich“, wobei die sanfte Kurve die träumerische Stimmung einfängt. Die blaue, geschwungene Linie darunter visualisiert das „Wickeln der Träume“, ihre Form erinnert an eine umhüllende Bewegung und spiegelt so die Bedeutung der Worte wider.
Der große gelbe Kreis am unteren Bildrand symbolisiert den Mond, dessen Rundheit und Präsenz durch die geschlossene Form betont wird. Der kleinere, ausgefüllte gelbe Kreis daneben verstärkt den Eindruck von „rund“ und unterstreicht die Vollkommenheit des Mondbildes. Die gestrichelten Linien, die verschiedene Elemente miteinander verbinden, deuten auf klangliche Beziehungen wie Alliterationen und Assonanzen hin, die das Gedicht durchziehen und ihm seinen besonderen Rhythmus verleihen. So wird die akustische Dimension des Gedichts in eine visuelle Erfahrung übersetzt, die es ermöglicht, die Klangästhetik und den Fluss der Worte auf einer intuitiven Ebene zu erfassen.
Letzter Federstrich am von Lenny Löwenstern * Zufallsgedicht
Nacht
alle sind da doch kein Stern für mich
Aus: der Mond der Regen die Nacht und das Blau. Die Visualisierung entwarf DALL-E via Bing. Weniger geht fast nicht. Immerhin gibt es noch einen Titel. Dennoch, denke ich, dürfte leicht zu verstehen sein, dass es hier um Einsamkeit geht. All der Fülle, die Welt und Himmel uns bieten zum Trotz.
Assoziationen zum Gedicht
Mythos/Legende/Märchenfigur: Der Mythos von Orpheus und Eurydike weist Ähnlichkeiten zum Gedicht auf. Orpheus, der seine geliebte Eurydike verliert und in tiefer Trauer und Einsamkeit zurückbleibt, spiegelt die Gefühle des lyrischen Ichs wider. Beide Erzählungen handeln von Verlust, Sehnsucht und der Unmöglichkeit, die ersehnte Verbindung wiederherzustellen.
Parfüm: Das Gedicht könnte nach einer Mischung aus kalter Asche, verwelkten Blüten und einem Hauch von Mondschein riechen. Die Duftnoten unterstreichen die melancholische, einsame Stimmung und die Sehnsucht nach Licht und Wärme.
Musikinstrument: Das Gedicht lässt sich am besten mit dem Klang einer einsamen Violine verbinden. Die schwermütigen, langgezogenen Töne der Violine verstärken die melancholische Stimmung und die Gefühle von Einsamkeit und Sehnsucht, die das Gedicht durchdringen.
Stilrichtung: Expressionismus. Das Gedicht drückt intensive Gefühle und innere Erfahrungen aus, wobei die äußere Realität verzerrt dargestellt wird, um die subjektive Wahrnehmung des lyrischen Ichs zu betonen.
Die ungewöhnliche Darstellung passt zum Text, denn der liest sich erst einmal banal. Das ist er aber nicht. Sie ist eine geliebte Person, die unerreichbar geworden ist. Wie weit, das zeigt er Vergleich durch eine Verschränkung. Es gibt ein Gleiches, also ein weiteres Gedicht mit demselben Titel.
Über die Symmetrie des Gedichts
Visuelle Symmetrie: Das Gedicht hat eine leicht asymmetrische Form. Es beginnt und endet mit kurzen Zeilen, während die mittleren Zeilen etwas länger sind. Dies erzeugt eine subtile visuelle Balance.
Zeilenanzahl: Das Gedicht besteht aus vier Zeilen, was eine gewisse Ausgewogenheit suggeriert.
Silbenstruktur: Zeile 1: 3 Silben Zeile 2: 3 Silben Zeile 3: 6 Silben Zeile 4: 2 Silben Hier sehen wir eine interessante Symmetrie: Die ersten beiden Zeilen haben die gleiche Silbenzahl, gefolgt von einer längeren Zeile und einer kürzeren Schlusszeile.
Thematische Symmetrie: Das Gedicht beginnt und endet mit Begriffen der Entfernung („weit weg“ und „als sie“), was einen thematischen Rahmen schafft.
Klangliche Symmetrie: Die Wiederholung des „wei“-Lauts in „weit“ und „weiter“ erzeugt eine klangliche Verbindung zwischen der ersten und dritten Zeile.
Konzeptuelle Symmetrie: Das Gedicht spielt mit dem Konzept der Entfernung, wobei es von einer konkreten Entfernung („weit weg“) zu einer abstrakteren, vergleichenden Entfernung („weiter vielleicht noch“) übergeht.
Zentrale Achse: „die Sterne“ bildet das Zentrum des Gedichts, um das sich die Ideen der Entfernung gruppieren.
Titel-Symmetrie: Der Titel „in einer Nacht / 2“ suggeriert eine Zweiteilung oder Wiederholung, was sich in der Struktur des Gedichts widerspiegelt: zwei kurze Zeilen, gefolgt von zwei längeren.
Das Gedicht zeigt eine subtile, aber effektive Symmetrie, die nicht auf offensichtlicher visueller Gleichmäßigkeit beruht, sondern auf einem ausgewogenen Zusammenspiel von Klang, Bedeutung und Struktur. Diese Art von Symmetrie verstärkt die kontemplative Natur des Gedichts und seine Erkundung von Entfernung und Perspektive.