blasses Mädchen (Gedicht)

blasses Mädchen (Gedicht)

blasses Mädchen

ein halber Mond am Himmel
die Zeit steht still steht sie nicht
ein Mond breit Hoffnung
die letzte Umarmung gelingt

Das Gedicht stammt aus dem Band: der Mond der Regen die Nacht und das Blau. Der Titel im Buch lautete ursprünglich: blasser Hase, was mir jetzt und im Nachhinein despektierlich erscheint. Ich fange offenbar an, mich selbst zu verfälschen. Tatsächlich liegt dem Gedicht eine real existierende Person zugrunde, beziehungsweise die Erinnerung an sie. Dass seinerzeit (1997) nichts zustande gekommen ist, versteht sich, sonst müsst‘ ich nicht dichten …

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ich will es im Kopf behalten (Hoffnungsgedicht)

ich will es im Kopf behalten (Gedicht)

ich will es im Kopf behalten

wenn du Sterne siehst
wird es Zeit
aufzuhören damit
darüber zu reden
was alles nicht möglich sei

Geschrieben am 22.07.2024. Die Visualisierung im Stil des so genannten Phantastischen Realismus besorgten DALL-E und der Microsoft Designer. Das ist mal ein Himmel …

Hier ist, was wir ganz sicher nicht tun können, wenn wir zu den Sternen aufsehen:

Sie berühren, sie festhalten, ihre Wärme spüren, ihren Duft einatmen, ihre Stille hören, ihre Geheimnisse lüften, sie bewegen, sie auslöschen, sie vom Himmel pflücken …

Aber sonst?

Emotionale Fieberkurve, so bewegen sich das Gedicht in Zeilen

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ungeschriebenes Gedicht

ungeschriebenes Gedicht

ungeschriebenes Gedicht

in die Wolken / aus dem Sinn

Das Gedicht entstand am 29.07.2024, visualisiert wurde es von DALL-E und Microsoft Designer.

Viel kürzer kann ich nicht mehr werden. Dass es tatsächlich noch deutlich minimaler werden kann, erzähle ich ein andermal. Hier geht es auch nicht so sehr um die maximale Reduktion, sondern um Flüchtigkeit.

Manche Gedichte werden nicht geschrieben. Dennoch entstehen sie. Sie existieren nur für einen flüchtigen Moment. Und sind auf immer vergessen. Wie ein Traum.

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einzeiliges Nachtgedicht 18/20

einzeiliges Nachtgedicht 18/20

einzeiliges Nachtgedicht 18/20

Nacht / dunkel sind immer die anderen

Die Grafik zeigt eine gruselige, fast alptraumhafte Vorstellung von Nacht, wobei nicht die Nacht selbst finster ist, sondern das, was sich in ihr bewegt. Die Visualisierung stammt von DALL-E und Microsoft Designer; die Farbkreise von Claude.

Regeln für diese Form: Diese Kurzgedichte folgen allesamt einer Regel. Sie bestehen aus einem linken und einem rechten Teil, die sich in einer Zeile gegenüber stehen. Ein Gedicht muss zehn Silben haben. Siehe hier: einzeiliges Mondgedicht 11/20Einzeiliges Nachtgedicht 15/24Einzeiliges Nachtgedicht 16/24Einzeiliges Nachtgedicht 4/24

Die Farben der Nacht poetisch betrachtet

Schon klar, die Nacht ist schwarz, weil es kein Licht in ihr gibt, was aus ihr herausleuchtet, das ist nicht die Nacht selbst. Versuchen wir es trotzdem.

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Die Prinzessin (Gedicht)

Die Prinzessin (Gedicht)

Die Prinzessin

Gestern
griff ich zum Silberreif,
wühlt‘ ich in Taffet
und Geschmeide.
Prinzessin.
Lutscht ich am Bund
und an Seide.
Konnt‘ ich Dich halten,
Prinzessin,
langt‘ ich ins Fleisch,
wir, wir beide.
Wühlt ich in Wäsche
ganz weiß.
Hol’s der König
und das Königreich.
wir, wir beide.

Aus: Lustmond. Diese Sammlung erschien im April 1996 als eBook im Windows Hilfeformat. Ein Werk aus meiner frühen bis mittleren Schaffensperiode sozusagen. Hier ist noch eines davon: Der Vogel.

Das Gedicht hat erotische oder frivole Anklänge, ach was, es handelt davon. Man muss das nicht groß erklären, oder? Wie wäre es, wenn wir daraus ein 7-Gänge-Menü machen. Nicht direkt Sex in der Küche, aber auch nicht ohne. Essen und Erotik passten doch schon immer zusammen. Das Gedicht ebenso. Lass dich überraschen!

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