Engel in der Poesie … himmlisch sanft

Engel in der Poesie ... himmlisch sanft

Engel schweben durch die Zeilen der Dichtkunst wie federleichte Gedanken. Sie tauchen auf in Gedichten, Balladen und Oden, mal als tröstende Begleiter, mal als mächtige Beschützer. Ihre Flügel streichen über die Verse und hinterlassen einen Hauch von Ewigkeit. Auch hier …

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Engel (Wintergedicht)

Engel (Wintergedicht)

Engel

einen Traum voraus
ein Himmel dahinter
das Dunkel der Winter

Das Gedicht stammt aus dem Buch: der Mond der Regen die Nacht und das Blau. Die Visualisierung kommt von DALL-E und Microsoft Designer.

Engel des Winters

Dieses himmlische Wesen schwebt lautlos durch die kalte Luft. Sein Körper ist aus feinstem Eiskristall geformt. Seine Flügel bestehen aus hauchdünnen Schneeflocken, die im Mondlicht funkeln. Sein Haar gleicht dem Reif, der im Morgenlicht glitzert. Seine Augen leuchten mit dem sanften Schein von Wintersternen. Wo er vorüberzieht, hinterlässt er eine Spur aus feinem Schneepuder und glitzernden Eiskristallen.

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was so ein Traum ist (Gedicht)

was so ein Traum ist (Gedicht)

was so ein Traum ist

ich könnte ja fliegen
aber ich weiß nicht
wohin
jedenfalls nachts
könnt ich
weil man die Höhe nicht sieht

einer schaut auf zum Mond
und ein anderer zählt exakt
die Engel auf dem Weg hinab

Aus den Buch: der Mond der Regen die Nacht und das Blau. Visualisierungen stammt von DALL-E via Bing und Microsoft Designer.

Der Text wird zum Ende hin regelrecht melodiös, Reime sind aber nicht im Spiel. Was wir stattdessen hören, ist eine Art rhythmische und klangliche Struktur, die man in der Poetik als Klangfigur oder Klangmalerei bezeichnen kann. Hier sind einige Elemente, die zu dieser Melodie beitragen:

Rhythmus: Die betreffenden drei Zeilen haben einen ähnlichen Aufbau. Sie beginnen jeweils mit einer kurzen Phrase (einer / und ein anderer / die Engel) gefolgt von einer längeren Assonanz. Der „a“-Laut wiederholt sich in „schaut“, „auf“, „zählt“ und „hinab“. Dies schafft einen subtilen Klangzusammenhang. Auch Alliterationen gibt es: Das „au“ in „schaut auf“ und das wiederholte „e“ in „Engel“ und „Weg“ tragen zur klanglichen Verbindung bei. Gegensätze wie in „auf zum Mond“ und „Weg hinab“ bilden einen inhaltlichen Kontrast, der durch die ähnliche Struktur betont wird. Und schließlich die Betonung: Die Wörter „Mond“, „exakt“ und „hinab“ am Ende jeder Zeile haben ein gewisses Gewicht und erzeugen einen natürlichen Rhythmus.

Diese Elemente erzeugen so etwas wie eine lyrische Melodie. Es ist eine subtile Form der Klanggestaltung, die typisch für moderne Lyrik ist. Sie verzichtet auf offensichtliche Reime zugunsten einer komplexeren, aber hoffentlich nicht weniger wirkungsvollen klanglichen Struktur. Und so sieht es bildhaft aus … alles nur im Traum.

was so ein Traum ist (Gedicht)

Morgenlied | 2 (Gedicht mit Anapher)

Morgenlied | 2 (Gedicht)

Morgenlied | 2

kein Mond
kein Blau
kein Engel am Himmel
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Aus den Buch: der Mond der Regen die Nacht und das Blau. Visualisierung von DALL-E via Bing und Microsoft Designer. Falls du suchst: Morgenlied | 1 (Gedicht)

Die Anapher als Stilmittel

In den ersten drei Zeilen des Gedichts kommt die poetische Technik der sogenannten Anapher zum Einsatz. Dabei beginnen mehrere aufeinanderfolgende Zeilen oder Satzteile mit demselben Wort, hier ist es gleich dreimal „kein“.

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der Traum (Gedicht)

der Traum (Gedicht)

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit …

Das Gedicht ist älter, genau weiß ich es nicht mehr. Es ist definitiv von vor 1992, als ich seinerzeit ein paar Gedichte zu einer Sammlung (genannt Lustmond) zusammenfasste, aber selbst da könnte es schon ein paar Jahre alt gewesen sein. Definitiv ist es kein Frühwerk. Die Rechtschreibung gebe ich nach meinen damaligen Gepflogenheiten wieder. Die fantastischen Visualisierungen stammen von DALL-E via Microsoft Designer. Elefanten habe ich hier nie!

Der Traum

Ich träum‘ mir ’nen Mond
aus Papier,
träum‘ mir ’nen Elefanten
aus Stein.
Aber was ich auch mache,
ich träume nie von Dir.
Ich träum‘ von ’nem Boot
aus Glas,
träum‘ von ’nem Engel
auf mir.
Aber was ich auch mache,
ich träume nie von Dir.

Manchmal denk‘ ich
an die Königin,
die kommt Montags
und schläft mit mir.
Aber was sie auch anstellt,
ich kann es nicht lassen,
ich träume lieber von Dir.

der Traum (Gedicht)
der Traum (Gedicht)