Novemberlaub (Gedicht)

Novemberlaub (Gedicht)

unterwegs auf des Sommers
letzten bunten Spuren
hinterlasse ich selber keine

Geschrieben am 06.11.2024, sturmbunt visualisiert von DALL-E und dem Microsoft Designer via Bing.

Jetzt im November lassen sich noch Spuren des Sommers entdecken, die eine melancholische Stimmung verbreiten und an die Vergänglichkeit der warmen Monate erinnern. Vereinzelt leuchten letzte bunte Blätter in verzweifeltem Orange, Rot oder Gold auf den Wegen, an Bäumen und Sträuchern – wie ein stiller Gruß des Sommers. Auf nebelschweren Feldern und in Gärten stehen vielleicht verwelkte Blumen mit gesenkten Blütenköpfen und braunen Blättern, ein verblassendes Zeichen des einstigen Blühens und Wachsens. Auch spätblühende Pflanzen wie die Herbstaster oder die letzte Rose des Jahres entfalten ihre zarten Blüten, die in der Kälte des Novembers besonders zerbrechlich wirken.

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gemeinsam geht es … Ad Lunam! (Gedicht)

gemeinsam geht es ... Ad Lunam! (Gedicht)

gemeinsam geht es

wenn wir beide nur einen Flügel hätten
dann kämen wir zusammen
trotzdem hoch zum Mond

Aus meinem Gedichtband: die Worte der Liebe der Nacht des Mondes und der Sterne. Die flügelfrohe Visualisierung des Gedichtes schufen DALL-E und der Microsoft Designer via Bing.

Das Gedicht als Landschaft aus Klängen

Hier ein kleines lyrisches Experiment. Wenn die Wörter des Dreizeilers als Klangkörper oder klingende Dinge betrachtet würden, könnten sie die folgenden Klänge und Geräusche hervorrufen:

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nachgeträumt (Gedicht)

nachgeträumt (Gedicht)

nachgeträumt

der Mond rutscht den Himmel herab
die Nacht hebt sich
Andrea fliegt davon

Das Gedicht stammt aus meinem Buch: der Mond der Regen die Nacht und das Blau. Die Visualisierung dachten sich DALL-E und der Microsoft Designer (via Bing) aus.

Nachträumen heißt so viel wie einer Sache oder einer Person (wie in diesem Gedicht) sehnsüchtig hinterherträumen, ein bisschen wie nachtrauern. Man träumt jemandem nach und der Zeit, die man mit ihm oder ihr (auch wie in diesem Gedicht) hatte. Der Traum geht so gesehen noch ein bisschen weiter, wenn auch mit niedrigerer Intensität. Es geht um etwas Bedeutendes, das verloren gegangen ist. Ein Gefühl, das dir sicherlich nicht fremd ist, es ist ziemlich universell. Ja, auf diese Weise habe ich schon vielem nachgeträumt, ich kann es gar nicht lassen.

Zum Gedicht passende Adjektive

schimmernd, entrückt, schlaftrunken, sehnsuchtsvoll, nebelhaft, still, ungreifbar, leicht, flüchtig, geheimnisvoll, silbern, fern, schwebend, traumwandlerisch, sacht, zart, verklärend, zauberhaft, endlos, verschleiert, unwirklich, mondhell, sternenglanzumwoben

Regenträumer (Gedicht & Regenmeditation)

Regenträumer (Gedicht) Regenmeditation

das Geräusch des Regens
es lässt mich von ihr träumen
ach könnte es nur ewig weiter regnen

Das Gedicht fiel mir am 20.10.2024 ein. Die regendynamischen Visualisierungen wurden von DALL-E und dem Microsoft Designer mit künstlicher Intelligenz kreiert.

Gleich mehrfach taucht das Wort Regen im Text auf. Zu oft eigentlich, allerdings… Die bewusste Wiederholung kann etwas Beruhigendes und Eindringliches mit sich bringen – so eine Art sanftes Mantra.

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am Abend (Gedicht)

am Abend (Gedicht)

am Abend

die Dämmerung hält an
als ob die Nacht sich
vor uns fürchten würde

Diesen Dreizeiler schrieb ich am 14.03.2024, er ist auch Teil des Bandes Sternenvogelpoesie. Die Visualisierung schufen die Kunstintelligenzen DALL-E und Microsoft Designer. Der Titel ist im Grunde unnötig.

Das Wort anhalten hat hier eine widersprüchlich-doppelte Bedeutung, einmal im Sinne von stoppen, andermals bedeutet es weitergehen. Diese Doppeldeutigkeit spiegelt die paradoxe Natur der Dämmerung wider – sie ist ein Moment des Innehaltens und gleichzeitig des Übergangs. Die Dämmerung scheint innezuhalten, verweilt für einen Augenblick, und doch schreitet sie unaufhaltsam voran. Ob wie wollen oder nicht. Dadurch entsteht eine poetische Spannung, die das Zögern und zugleich die Bewegung der Zeit beschreibt.

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