Letzter Federstrich am von Lenny Löwenstern * Zufallsgedicht
sieh hoch und denk daran
die Sterne fragt auch keiner ob sie funkeln wollen — aber sie tun’s
Die Visualisierungen kreierte die KI DALL-E. Das Gedicht entstand am 31.12.2023. Ich setze einen so genannten Geviertstrich ein. Was hat es damit auf sich? Lies gleich weiter …
Der Geviertstrich
Dieses Zeichen, bekannt auch als der »em dash«, ist in der Welt der Typografie ein echtes Multitalent. Es ist ungefähr so lang wie der Buchstabe »M« im jeweiligen Schriftsatz und wird in Gedichten oft als stilistisches Werkzeug eingesetzt.
Letzter Federstrich am von Lenny Löwenstern * Zufallsgedicht
Traumgedicht
im Traum schrieb ich diese Lieder und liess sie liegen nun finde ich sie nicht mehr wieder ich habe kein Glück denn in denselben schönen Traum kehrt man nur selten je zurück
Für mich untypisch enthält das Gedicht Reime und ein Silbenschema. Geschriebe habe ich es im Dezember 2023. Die traumselig schönen Visualisierungen spendierte uns DALL-E via Bing.
In diesen Träumen wird Musik gemacht, obwohl ich es rein textliche gedacht hatte, aber das macht nichts, es passt zum lyrischen Gedanken. Die gesamte Atmosphäre ist eine von Geheimnis und Schönheit, die das Wesen des Versuchs einfängt, sich an einen Traum zu erinnern, der außer Reichweite ist – und den man gern wiederhätte.
Wenn du träumst, formt dein Geist aus Erinnerungen, Gefühlen und Vorstellungen eine Welt, die manchmal so vertraut wie fremd ist. Und aus dieser geheimnisvollen Mischung entsteht die Musik – nicht selten ein Spiegel deiner inneren Sehnsüchte oder ein Abbild deiner verborgensten Gedanken. Vielleicht ist es ein Lied, das du einst geliebt hast und nun vergessen glaubst. Oder es ist etwas völlig Neues, eine Melodie, die nur für dich erschaffen wurde.
Musik als Botschaft: Was uns die Klänge sagen wollen
Die Klänge, die in deinen Träumen entstehen, sind nicht bloß zufällige Geräusche. Sie haben etwas zu erzählen, auch wenn es manchmal schwer ist, ihre Botschaft zu entziffern. Vielleicht erinnern sie dich an etwas, das du verloren hast, oder sie führen dich zu einem Gefühl, das dir tagsüber entglitten ist. Manchmal ist die Musik ein Trost, ein warmer Klangteppich, der dich sanft umhüllt. Und manchmal trägt sie eine Dramatik in sich, die dich mitreißt, dich aufwühlt und dir zeigt, was dich im Innersten bewegt.
Wenn Träume nachhallen: Die Melodien ins Wachsein tragen
Es gibt Träume, deren Musik du beim Erwachen noch hören kannst, leise, wie ein Nachklang. Und dann gibt es jene Melodien, die dir entgleiten, kaum dass du die Augen öffnest. Doch ihre Wirkung bleibt. Vielleicht summst du unbewusst eine neue Melodie vor dich hin, oder du fühlst dich von einer Stimmung begleitet, die sich nicht in Worte fassen lässt. Manchmal schenkt dir die Musik der Träume einen Funken Inspiration – vielleicht für ein Lied, ein Gedicht oder einfach einen Gedanken, der dich den Tag über begleitet.
Letzter Federstrich am von Lenny Löwenstern * Zufallsgedicht
Traumwunsch
darf ich meinen Traum für eine Weile bei dir verstecken? ich will ihn gut untergebracht wissen bitte nimm ihn und gib auf ihn acht vor wem versteckst du ihn denn? willst du wissen eigentlich sage ich will ich nur dass du ihn findest
Hier ist ein Versuch, den Text ins Spanische zu übertragen:
ella
en el cielo nocturno pienso envuelvo en él mis sueños la luna está silenciosa y redonda
Klangmuster-Visualisierung des Gedichts
Die Klangmuster-Visualisierung des Gedichts verwandelt die sprachlichen Elemente in eine abstrakte, visuelle Komposition. Der rote Kreis am Anfang repräsentiert das alleinstehende „sie“, das den Ausgangspunkt des lyrischen Ichs bildet. Von dort aus entfaltet sich das Gedicht in fließenden Linien und Formen. Die türkisfarbene Wellenlinie steht für die melodische Qualität der Zeile „an den Nachthimmel denk ich“, wobei die sanfte Kurve die träumerische Stimmung einfängt. Die blaue, geschwungene Linie darunter visualisiert das „Wickeln der Träume“, ihre Form erinnert an eine umhüllende Bewegung und spiegelt so die Bedeutung der Worte wider.
Der große gelbe Kreis am unteren Bildrand symbolisiert den Mond, dessen Rundheit und Präsenz durch die geschlossene Form betont wird. Der kleinere, ausgefüllte gelbe Kreis daneben verstärkt den Eindruck von „rund“ und unterstreicht die Vollkommenheit des Mondbildes. Die gestrichelten Linien, die verschiedene Elemente miteinander verbinden, deuten auf klangliche Beziehungen wie Alliterationen und Assonanzen hin, die das Gedicht durchziehen und ihm seinen besonderen Rhythmus verleihen. So wird die akustische Dimension des Gedichts in eine visuelle Erfahrung übersetzt, die es ermöglicht, die Klangästhetik und den Fluss der Worte auf einer intuitiven Ebene zu erfassen.
Letzter Federstrich am von Lenny Löwenstern * Zufallsgedicht
Realitätscheck
würdest du bitte kurz meinen Lieblingstraum halten ein wenig darauf aufpassen nur für einen Moment danke dir das hab ich echt gebraucht ohne ihn fühlt sich plötzlich alles viel leichter an
Wir wissen nicht, was Träume wiegen. Was man aber sagen kann, ist, dass sie einem das Leben schwer machen können, wenn man sie zu lange mit sich herumträgt. Von dem einen oder anderen muss man eben lassen; dazu kann auch ein Traum gehören.
Die Leichtigkeit oder Schwere eines Traums kann sich ändern, je nachdem, wie sehr wir daran glauben, ihn noch erreichen zu können. Was einst leicht war, kann schwer werden, wenn es unerreichbar scheint – und umgekehrt. Dann wird es womöglich Zeit, ihn aufzugeben, um die Leichtigkeit zurückzubekommen. Ohne Leichtigkeit kann man nicht leben. Nur dasein.
Acht Zaubersprüche, abgeleitet aus dem Gedicht
Schwerelos »Traum löse dich, trag die Last, mach mich leicht, ohne Rast.«
Traumwächter »Bewahr‘ den Traum, so klar, so rein, schütz‘ ihn still, für immer mein.«
Momentfalle »Halt den Augenblick fest, ein Hauch der Zeit, kein Traum vergeht, kein Herz sich befreit.«
Leichtigkeit des Seins »Nimm den Traum, lass ihn ruhen, erhell‘ mein Herz, lass Schweres fliehen.«
Traumverleih »Gib mir deine Träume, nur einen Moment, ich leihe sie, bis die Schwere rennt.«
Lastenträger »Schwere sei fern, leichter die Last, ein Traum bewahrt, bringt Frieden fast.«
Realitätsblick »Verweile Traum, halt kurz den Schein, lass mich fühlen, was echt mag sein.«
Vergessen »Traum verweht, Last vergeht, leichte Schritte, neues Licht entsteht.«
Jeder Spruch soll symbolisch für einen Prozess stehen: Loslassen, Schützen oder Verändern. In der Magie der Worte liegt die Kraft, Träume zu formen. Eine Erfolgsgarantie gibt es allerdings nicht …