Letzter Federstrich am von Lenny Löwenstern * Zufallsgedicht
die Wünsche der Nacht
nicht weit von hier im Traumgeflüster sehe ich sie ich fühle ihre Sternenhände in meinem Haar und auf meiner Haut jeder Wunsch ist ein Traum jeder Traum ist ein Hauch spürst du es auch?
Was sind Sternenhände? Stell dir vor, wie der nächtliche Himmel seine funkelnden Finger nach dir ausstreckt, dich sanft berührt und deine Träume zum Leben erweckt. Diese magischen Hände könnten die zarten Lichtreflexe der Sterne sein, die auf deiner Haut tanzen, oder das flüchtige Leuchten einer Sternschnuppe, das wie eine liebevolle Liebkosung über dein Gesicht huscht.
Vielleicht spürst du sie als die unsichtbare, aber tröstende Präsenz des Nachthimmels, der dich in seine kosmische Umarmung hüllt. Die Sternenhände weben Wünsche in deine Gedanken, flüstern Inspirationen in dein Ohr und verbinden dich mit der unendlichen Weite des Universums. Sie sind die Boten deiner kühnsten Träume, die Vermittler zwischen der irdischen Welt und den Geheimnissen des Kosmos.
Wenn du die Augen schließt und dich von der Nacht umfangen lässt, kannst du vielleicht die sanfte Berührung dieser Sternenhände spüren – eine Brücke aus Poesie zwischen dem Greifbaren und dem Unergründlichen.
Letzter Federstrich am von Lenny Löwenstern * Zufallsgedicht
man muss es nicht übertreiben
die Träume sind wie sie sind mehr als sie habe ich nicht das Fliegen darf man getrost den Vögeln überlassen
Das Gedicht stammt aus dem Buch: die Worte der Liebe der Nacht des Mondes und der Sterne. Die beiden Visualisierungen kreierte DALL-E. Ein dunkelbunter Sternenvogeltraum. Lass uns das Gedicht auf ungewöhnliche Weise erkunden. Spürst du die Strömungen zwischen den Wörtern und Zeilen?
Ganz genau, in diesem Gedicht wehen sanfte Luftströmungen zwischen den Wörtern und Zeilen, die an die Flugbahnen von Vögeln erinnern. Die erste Zeile eröffnet mit einer ruhigen Brise – „man muss es nicht übertreiben“ – die sich wie ein gemächlicher Aufwind anfühlt. Dieser Luftstrom trägt uns sanft in die zweite Zeile, wo die „Träume“ wie Wolken am Himmel schweben, unverändert und beständig in ihrer Form.
Von dort aus entsteht ein leichter Abwind zur dritten Zeile, wo die Worte „mehr als sie habe ich nicht“ wie ein kurzer, aber deutlicher Fallwind wirken, der uns auf den Boden der Realität zurückbringt. Doch dieser Sinkflug ist nur vorübergehend, denn in der vierten Zeile hebt sich die Strömung wieder. „Das Fliegen“ erzeugt einen spürbaren Aufwind, der uns gedanklich in höhere Sphären trägt.
Die letzte Zeile bringt dann die stärkste Luftbewegung. „Den Vögeln überlassen“ ruft das Bild von elegant gleitenden Vögeln hervor, die mühelos Thermiken nutzen. Hier spüren wir förmlich die aufsteigenden Warmluftströme, die die Vögel emporheben.
Interessanterweise bilden sich auch kleine Wirbelströme im Gedicht. Um das Wort „Träume“ entsteht ein sanfter Wirbel, als würden Gedanken wie Federn in einer Brise tanzen. Ein ähnlicher, aber stärkerer Wirbel formt sich um „Fliegen“, als würde die Luft von Flügelschlägen aufgewirbelt.
Zwischen den Zeilen wehen zudem leichte Querströmungen. Sie verbinden „übertreiben“ mit „Träume“, „nicht“ mit „Fliegen“ und schaffen so subtile Verbindungen zwischen den Konzepten. Diese Querströme sind wie die unvorhersehbaren Böen, die Vögel geschickt für ihren Flug nutzen. Am Ende bleiben wir als Menschen auf dem Boden.
Der Mond, eine kühle Sichel aus flüssigem Silber, durchschneidet den Himmel mit einem leisen, metallischen Klang. Sein Geruch ist frisch und klar wie Bergluft, vermischt mit einem Hauch von Sternenstaub. Unter den Fingerspitzen fühlt er sich glatt und kühl an, wie polierter Marmor, der eine sanfte Kälte ausstrahlt, die an den Fingerkuppen kribbelt.
Der aufgesichelte Himmel offenbart sich als ein tiefblauer Samt, der nach Mitternachtstau und einem Hauch von Lavendel duftet. Seine Textur ist weich und nachgiebig, fast flüssig, als würde man durch kühles Wasser gleiten. Die Temperatur des Himmels wechselt zwischen der Kühle des offenen Raums und der Wärme verborgener Sterne, ein sanftes Pulsieren, das man mehr spürt als sieht.
Aus diesem geöffneten Nachthimmel fallen die Träume wie leuchtende Regentropfen. Sie schmecken süß und ein wenig salzig, wie Meeresluft vermischt mit Honigtau. Ihr Duft ist eine komplexe Mischung aus Jasmin, Vanille und einem Hauch von Zimt – vertraut und doch geheimnisvoll. Beim Berühren fühlen sich die Träume wie Seifenblasen an, zart und ephemer, kühl bei der ersten Berührung, dann überraschend warm, fast pulsierend vor Leben und Möglichkeiten.
Die Farben dieser nächtlichen Szene changieren von tiefem Indigoblau über schimmerndes Silber bis hin zu den sanften Pastelltönen der fallenden Träume. Es ist, als würde man in ein lebendiges Gemälde eintauchen, wo jeder Sinneseindruck in den nächsten übergeht.
Der sichelförmige Mond schneidet präzise durch die Nacht, während die herausfallenden Träume eine sanfte, schwebende Qualität haben. Diese Kontraste erzeugen eine reiche sensorische Landschaft, die die Vorstellungskraft anregt und dich einlädt, sich in dieser traumhaften, nächtlichen Welt zu verlieren, wo die Grenzen zwischen Himmel und Traum, zwischen Realität und Fantasie verschwimmen.
Zu sehen sind zwei Visualisierungen, die von DALL-E und Microsoft Designer angefertigt wurden. Man sieht, wie unterschiedlich und vielfältig die Ergebnisse ausfallen können, denn es gibt bereits eine frühere Visualisierung. Hier ist Teil 1. Interessant ist, wie unterschiedlich das „Gewicht“ in Szene gesetzt wird. Wir können aber noch einen Schritt weiter gehen. Und das geht so:
Auf der physischen Ebene tanzen die Wörter zwischen Leichtigkeit und Schwere. Kurze, fast flüchtige Worte wie „was“, „ein“ und „und“ wiegen kaum mehr als ein Hauch, während „manchmal“ mit seinen acht Buchstaben wie ein gewichtiger Anker in der Mitte des Gedichts liegt.
Das semantische Gewicht konzentriert sich auf die Schlüsselbegriffe „Traum“ und „Leben“. Diese Worte, obwohl in ihrer Buchstabenzahl bescheiden, tragen die Hauptlast der Bedeutung. Sie sind wie schwere Steine in einem Fluss, um die herum sich die anderen Worte wie Wasser formen. „wiegt“ und „tragen“ verstärken diese Metapher des Gewichts, indem sie die abstrakte Idee in eine physische Erfahrung übersetzen.
Emotional gesehen liegt die größte Schwere in der letzten Zeile „als man tragen kann“. Hier kulminiert das Gedicht in einem Gefühl der Überwältigung. Es ist, als ob die vorherigen Zeilen Leichtgewichte waren, die sich allmählich angesammelt haben, bis sie in diesem finalen Moment fast erdrückend werden.
Der Rhythmus des Gedichts spielt mit dem Konzept des zunehmenden Gewichts. Die kürzeren Worte am Anfang erzeugen einen leichten, fast hüpfenden Rhythmus, der sich langsam verlangsamt und schwerer wird. „Manchmal“ markiert einen Wendepunkt, nach dem die Worte an rhythmischer Dichte zunehmen.
Interessanterweise erhält das Wort „ein“ durch seine Wiederholung vor „Traum“ und „Leben“ ein besonderes Gewicht. Es schafft eine Parallelität, die suggeriert, dass Traum und Leben gleichermaßen bedeutsam und potenziell schwer sein können. Diese Gleichsetzung verstärkt die philosophische Tiefe des Gedichts.
Visuell betrachtet, scheinen die Worte auf der Seite nach unten zu sinken. Die kürzeren Schlusszeilen erwecken den Eindruck von etwas, das unter seiner eigenen Last zusammenbricht, was die inhaltliche Botschaft unterstützt.