Letzter Federstrich am von Lenny Löwenstern * Zufallsgedicht
die sechsunddreissig Ansichten der Nacht
es dämmert und der Traum mit den Wolken des Tages zu ziehen verblasst
Das Gedicht stammt aus dem Büchlein „Teutsche Herzen“, das 1986 in der Edition Prima Vista bei Jürgen Völkert-Marten erschien. Der Mann gab jungen Dichtern eine Chance. Es ist schon eine Weile her, aber ich mag die obigen Zeilen immer noch. Wahre Poesie ist eben zeitlos. Nur die Schreibweise war damals eine anderse.
Das von DALL-E erzeugte Bild, Nachtregenblau ist das Wort, das mir dazu einfällt, ist keine direkte Visualisierung des Gedichts, ich finde es aber recht passend. Damals war ich schwer begeistert von Japanischen Farbholzschnitten, so genannte Ukiyo-e. Eine der berühmtesten Sammlung hieß die 36 Ansichten des Berges Fuji. So bin ich wohl auf den Titel des Gedichts gekommen.
Farbe: #87CEEB (Himmelblau) Die Farbe Himmelblau symbolisiert die Weite des Himmels und die Ruhe, die in diesem Gedicht durch die sanften Handlungen und die emotionale Tiefe vermittelt wird.
Passende Adjektive:
sanft
innig
romantisch
flüchtig
Stimmung: Das Gedicht drückt eine romantische und zugleich flüchtige Intimität aus, die von Momenten der Zweisamkeit und gegenseitiger emotionaler Gabe geprägt ist.
Symbolik:
Sterne: Symbolisieren Träume, Hoffnungen und das Erhabene.
Lieder: Stehen für emotionale Ausdrucksformen und innere Gefühle.
Sprachliche Mittel:
Metaphern: „Sterne in die Hände legen“ und „Lieder ins Herz singen“ metaphorisieren das Geben von Liebe und Hoffnung.
Wiederholungen: Das Spiel mit „hier“ und „jetzt“ verstärkt die Intensität und den Fokus auf den Moment.
Jahreszeit: Sommer Die Wärme und Fülle des Sommers passen zur Wärme der Emotionen und der Leichtigkeit der zwischenmenschlichen Interaktion im Gedicht.
Passende Frucht: Erdbeere Süß und sommerlich, symbolisiert Sinnlichkeit und Freude.
Passender Duft: Jasmin Süß und verführerisch, verstärkt die romantische Stimmung des Gedichts.
Passende Tonart: C-Dur Hell, klar und oft mit fröhlichen, harmonischen Stücken assoziiert.
Mathematische Formel: x² + y² = r² (Kreisgleichung) Symbolisiert Vollkommenheit und die zyklische Natur der Beziehung im Gedicht.
Passendes Tier: Schmetterling Symbol für Transformation und flüchtige Schönheit, passt zur Leichtigkeit des Gedichts.
Passende Schriftart: Lucida Handwriting Fließend und elegant, unterstreicht die persönliche, intime Note des Gedichts.
Cocktail: French Martini
Alkoholfreies Getränk: Lavendel-Limonade Beide Getränke sind aromatisch und haben eine gewisse Leichtigkeit, die die Atmosphäre des Gedichts widerspiegeln.
Musikstil: Kammermusik Intim und gefühlvoll, passt zur subtilen und persönlichen Atmosphäre des Gedichts.
Ein Dämmerungsschauer ist entweder ein Regenschauer während der Dämmerung oder ein Schwall von Dämmerung, der nach Art eines Schauers plötzlich und intensiv auf jemanden eindringt.
Letzter Federstrich am von Lenny Löwenstern * Zufallsgedicht
zugedacht
das Museum der gestohlenen Küsse hat tausend Zimmer ich weiß in einem davon finde ich was du mir zum Abschied zugedacht hattest
Das Gedicht entstand am 28.06.2023. Die Grafiken visualisierte DALL-E.
Das Gedicht in Prosa … es ist fast schon eine Kurzgeschichte
Das Museum der gestohlenen Küsse ist ein Ort der Sehnsüchte, der verpassten Chancen und der unausgesprochenen Worte. Mit tausend Zimmern erstreckt es sich, jedes gefüllt mit Erinnerungen an Küsse, die nie ausgetauscht, aber dennoch gefühlt wurden. Ich wandere durch die endlosen Korridore, von Raum zu Raum, getrieben von der Hoffnung und der Überzeugung, dass hier, an diesem mystischen Ort, eine Antwort auf mein ungelöstes Rätsel verborgen liegt. Denn tief in mir weiß ich, dass in einem dieser vielen Zimmer das aufbewahrt wird, was du mir zum Abschied hattest geben wollen. Ein Kuss, vielleicht nur in Gedanken gegeben, aber mit all der Intensität und Wärme, die Worte niemals ausdrücken könnten. Und ich suche weiter.
Letzter Federstrich am von Lenny Löwenstern * Zufallsgedicht
entlüften
in den Himmel gehängt nun spielt der Wind damit das fühlt sich luftig an am Abend ist dann alles zerstreut und ich fange wieder von vorne an mit neuen Träumen
Es ist in Ordnung, Träume zu verändern oder loszulassen, wenn sie nicht mehr zu uns passen. Das Gedicht ermutigt uns, stets offen für neue Träume und Möglichkeiten zu bleiben. Durch diesen Prozess des ständigen Neubeginns bleiben wir dynamisch und anpassungsfähig, fähig, auf Veränderungen in unserem Leben und in uns selbst zu reagieren. In diesem Sinne ist das Durchsehen, Auslüften und Abklopfen unserer Träume nicht nur eine Übung in Selbstreflexion, sondern auch ein Akt der Selbstfürsorge und des persönlichen Wachstums.