Letzter Federstrich am von Lenny Löwenstern * Zufallsgedicht
Herbstgedicht
der erste Frost knistert unter den Sohlen — die Sommerträume
Zuvor jedoch war eine anderen Version entstanden. Wie bei einer Übersetzung sind auch hier verschiedene Möglichkeiten denkbar. Warum? Weil es nicht um Wortspiele, Reime und Rhythmen, sondern um ein Bild geht. Es ist nicht erforderlich eine exakte Reihenfolge oder Zeilenordnung der Wörter einzuhalten.
Letzter Federstrich am von Lenny Löwenstern * Zufallsgedicht
Himmel — überall Himmel wenn man fliegen kann
Das Kurzgedicht entstand im August 2024 und wurde mit Hilfe von DALL-E und Microsoft Designer visualisiert.
Den Himmel sehen wir für gewöhnlich von unten, was das Bild prägt, das wir von ihm haben. Könnte man fliegen, stellte sich die Sache anders dar, auch wenn der Blick nach unten keinen Himmel zeigt, so liegt er doch dazwischen. Dann ist er im Grunde übersall.
Vom Gedicht zum Mantra
Um aus den Gedicht ein Mantra zu machen, kann man es folgendermaßen umformulieren:
In dem Triptychon findet sich ein Beispiel für einen Fernreim. Die Wörter „unten“ in Teil 1 und „drunten“ in Teil 2 bilden einen solchen Reim, obwohl sie durch mehrere Zeilen und sogar einen Abschnitt des Gedichts getrennt sind.
Letzter Federstrich am von Lenny Löwenstern * Zufallsgedicht
das neue Jahr ich hab an dich gedacht der Mond ist wie immer
ein neues Jahr mit neuen Wünschen wie immer der Mond
ein neues Jahr die alten Fehler derselbe Mond
ins neue Jahr zu kommen wir haben es beide geschafft der Mond und ich
was wird dein Traum heute sein lieber Neujahrsmond?
Die Gedichte entstanden im August 2024. Die Visualisierungen, leicht japonisiert, erzeugten die Siliziumkünstler DALL-E und Microsoft Designer. Die haikuesken Verse kommen mir nun etwas arg schlicht, generisch, vielleicht sogar langweilig vor. Aber vielleicht hast du genau das gesucht, etwas schnörkelloses und eimnfaches, deshalb lasse ich sie sie drin.
Letzter Federstrich am von Lenny Löwenstern * Zufallsgedicht
Gegenlicht schwarzweiß
der Tod ist ein dunkler Mantel an einem schwarzen Tag man hat sie kommen sehen im Gegenlicht die Särge die Leute bewegen sich nicht der Kummer bleibt still
Hier lernst du meine düstere Seite kennen. Ein Gedicht, dass zu so vielem, was ich heute mache, gar nicht mehr so recht passen will. Es stammt aus dem November 2021 und ist in keinem meiner Bücher erschienen. Die beiden Vidualisierungen sind von DALL-E.
Eine abstrakte Szene, in der der Tod als dunkler Umhang dargestellt wird, der einen düsteren Tag umhüllt. Gegen das Hintergrundlicht silhouettiert, erscheinen Särge in einer unheimlichen Prozession. Die Szene ist gespenstisch still, mit regungslosen Figuren, die die Tiefe der Trauer und des Schmerzes verkörpern. Die Atmosphäre ist schwer von Stille und Reglosigkeit, spiegelt die tiefe Traurigkeit des Moments wider, alles dargestellt in strengem Schwarz-Weiß, was den enormen Kontrast zwischen Licht und Schatten betont.